- Matthias - Mitwanderabzeichen in GOLD (21 Etappen, 390 km)
- Simon - Mitwanderabzeichen in SILBER (13 Etappen, 281 km)
- Markus - Mitwanderabzeichen in BRONZE (8 Etappen, 147 km)
- Conny (9 Etappen, 134 km)
- mein Vater (8 Etappen, 131 km)
- Thomas (6 Etappen, 124 km)
- Jochen (7 Etappen, 107 km)
- Jörg (6 Etappen, 102 km)
- Lasse (8 Etappen, 80 km)
- Janne (7 Etappen, 79 km)
- Hans Jörg (5 Etappen, 78 km)
- Birgit (5 Etappen, 73 km)
- Harald (2 Etappen, 57 km)
- Isi (2 Etappen, 54 km)
- Ingo (2 Etappen, 51 km)
- Malte (6 Etappen, 48 km)
- Tom (2 Etappen, 44 km)
- Christian (3 Etappen, 44 km)
- Judith (2 Etappen, 43 km)
- Lola (3 Etappen, 38 km)
- Merle (2 Etappen, 34 km)
- Chris (1 Etappe, 30 km)
- Sebastian (1 Etappe, 28 km)
- Andreas (1 Etappe, 24 km)
- Juli (1 Etappe, 23 km)
- Heike (1 Etappe, 21 km)
- Berit (1 Etappe, 21 km)
- Alexander (1 Etappe, 18 km)
- Stoffel (1 Etappe, 17 km)
- Knui (1 Etappe, 17 km)
- Kuddel (1 Etappe, 17 km)
- Nina (1 Etappe, 5 km)
- Frau K. (1 Etappe, 3 km)
- Herr K. (1 Etappe, 3 km)
- Johanna (1 Etappe, 3 km)
- meine Mutter (1 Etappe, 1,2 km)
- Hilde (1 Etappe, 1 km)
- Heinz (1 Etappe, 1 km)
- Caro (1 Etappe, 1 km)
- Mathilde (1 Etappe, 1 km)
- Jule (1 Etappe, 1 km)
Samstag, September 24, 2005
Meine Mitwanderer
Sonntag, September 11, 2005
6. Etappe: Bispingen - Döhle (Nds.) 11. September 2005
Strecke: Luhegrund - Bispingen - Behringen - Weißer Sand - Totengrund - Wilsede - Wilseder Berg - Wilsede - Döhle
Entfernung: ca. 22 km
Bisher insgesamt gelaufen: 152 km
Noch zu laufen: ca. 1.820 km
ohne Begleitung
Heute folge ich den ganzen Tag wieder dem E1, der vorbildlich ausgeschildert ist.
Ein erster ausgiebiger Stopp ist nach wenigen Kilometern in Bispingen angesagt. Zum 2. Frühstück kehre ich im Hotel neben der alten Kirche ein, in der Nähe der anderen Gäste sitzen darf ich allerdings nicht. Beim Cappucino blättere ich die Bild am Sonntag durch und finde die Welt da draußen irgendwie ziemlich aufgeregt.
Auf den folgenden Kilometern, bevor es in den Naturschutzpark geht, durchwandere ich so etwas wie die ehrliche Heide von heute: riesige Maisäcker, eine weite offene Agrarlandschaft, die mit Reizen geizt.
Nach Behringen geht es kilometerlang durch Wald, durch den sich der Sandweg wie eine weiße Schnur hindurchzieht. Kein einziger Mensch begegnet mir hier. Die Strecke wird mir so ziemlich lang, besonders weil sich auf meinem linken Fußballen langsam aber sicher eine fiese Blase ausbreitet.
Nach einer ganzen Weile wird es am Ende des Weges heller. Erst ahne ich es nur, dann bin ich auf einen Schlag aus dem Wald raus und mittendrin in der wunderbarsten Postkarten-Heide-Landschaft rings um Totengrund und Steingrund: blühende Heide und Wacholdersträucher soweit das Auge reicht! Allein für diesen Anblick hat sich die ganze Mühe von gestern und heute schon gelohnt.Am Aussichtspunkt oberhalb des Totengrundes lasse ich mich vor der Heide fotografieren und, gefragt nach dem woher und wohin, wage ich zum ersten Mal zu sagen, ich durchquere Deutschland zu Fuß.
Idyllische Landschaften muss man leider meist mitsehr vielen Menschen teilen. Je mehr ich mich Wilsede im Herzen des Naturschutzparks nähere, desto voller wird es. In diesem Ort herrscht regelrechte Freilichtmuseums-Atmosphäre, die Ausflügler lassen sich in Kutschen aus den umliegenden Orten herkarren bis zum ZKB (Zentraler Kutschen-Bahnhof), stärken sich an Kaffee und Kuchen und spazieren dann ein paar Meter in die Umgebung.
Zum Beispiel auf den Wilseder Berg, den Gletscher vor langen Zeiten hergeschoben und hier vergessen haben. Dem Besucherstrom, der sich dort hochquält, schließe ich mich an und bereue es nicht: Eine eindrucksvolle Rundsicht aus immerhin 169 m Höhe und, noch viel besser, leibhaftige Heidschnucken. Wie in der Werbung!
Danach wird es leider zeitlich etwas eng, denn mir bleibt nur noch eine Stunde bis zur Abfahrt des Museumstriebwagens 'Ameisenbär' in Döhle, das über 5 km entfernt ist. Ich beiße die Zähne zusammen und versuche die Blase unterm Fuß zu ignorieren (das fällt schwer!). Gerade als ich am Bahnhof ankomme, erheben sich Lokführer und Schaffner von den Sitzen im Biergarten nebenan und blasen zum Aufbruch. Schade! Ich hätte viel für ein kühles Bier gegeben.
Epilog:
In einer knappen Stunde Fahrt bringt uns der Triebwagen ins gut 30 km entfernte Soltau, das gestern Ausgangspunkt meiner Wochenendwanderung war. So erlebe ich die Strecke im Zeitraffer noch einmal rückwärts. Kurioserweise legen wir einen Zwischenstopp am Luhegrund ein, vielleicht 150 m von der Stelle entfernt, wo ich gestern abend mein Zelt aufgeschlagen hatte. Der Schaffner verteilt Schnaps in einer großen Kelle, bringt später Luftballons im Waggon ins Spiel und so wird die Fahrt recht lustig. Sogar die vier Japaner, die schon eingeschlafen waren, sind nach einer Weile wieder putzmunter.
Und vor dem Bahnhof in Soltau wirbt immer noch Frau Griefahn mit viel zu dickem Lippenstift um Stimmen.
die nächste Etappe in Richtung Norden
Samstag, September 10, 2005
5. Etappe: Soltau - Bispingen (Nds.) 10. September 05
Strecke: Soltau Bahnhof - Böhmetal - Drögenheide - Heidepark - Deimern - Timmerloh - Luhequelle - Luhegrund bei Bispingen
Entfernung: ca. 20 km
Bisher insgesamt gelaufen: 130 km
Noch zu laufen: ca. 1.850 km
ohne Begleitung
Bald kommt ein Hinweisschild auf einen Gefangenenfriedhof. Bergen-Belsen ist hier zu nahe, als dass ich nicht unwillkürlich an KZ-Insassen denken müsste. Tatsächlich liegen hier aber Kriegsgefangene des 1. Weltkriegs begraben, unter ihnen 5 Portugiesen. (War Portugal am Krieg beteiligt?) Die sind hier bestimmt erfroren...
Gleich hinter dem stillen Friedhof steigt der Geräuschpegel rasant an, und unvermittelt steht man vor dem Haupteingang des Heideparks Soltau. Unmengen von ermüdeten, genervten Besuchern wälzen sich aus dem Park zu ihren Autos und verstopfen als eine gigantische Blechlawine die Zufahrtsstraßen. Vielleicht ist es arrogant, sich als Wanderer diesen Freizeitkonsumenten gegenüber ein wenig überlegen zu fühlen - aber ich kann mich gegen dieses Gefühl nicht wehren.
Jetzt wird es aber langsam Zeit für die erste blühende Heidefläche. Und sie kommt: Zwischen Deimern und Timmerloh durchquere ich einen ehemaligen Truppenübungsplatz. Die Landschaft beeindruckt durch ihre Kargheit: vertrocknete Gräser, Heidesträucher, vereinzelte Kiefern und Birken und gelegentlich eine Königskerze - sehr viel mehr gibt es quadratkilometerweit nicht.
Hinter Timmerloh unterquere ich die A7 und stoße im Wald nahe der Luhequelle wieder auf den E1 (den ich heute bisher komplett links liegen gelassen hatte). Die Quellteiche der Luhe hatte ich mir als Badegewässer mit herrlich klaren sprudelnden Wasser und als idealen Rastplatz vorgestellt. Die Realität ist da doch arg enttäuschend: Ich finde zwei vermooste schlammige Löcher, in denen von fließendem Wasser keine Spur ist. Ich bin, was Bademöglichkeiten angeht, wahrlich nicht zmperlich, aber hier verzichte ich gerne.
Auch auf der weiteren Strecke bis Bispingen entschließt sich die Luhe nicht, zu einem Bach zu werden, in dem man wenigstens mal gerne die Füße reinstecken würde. Immer dunkler wird es und der Kiefernwald immer stiller. Schöne Schauergeschichten kann man sich hier vorstellen... Bevor dann die Nacht völlig hereinbricht, schlage ich mein Zelt am Rande eines Abenteuerspielplatzes auf.
In den Kiefern rauscht immer mal wieder eine Windböe, aber das Gewitter, mit dem ich schon den ganzen Nachmittag gerechnet hatte, kommt und kommt nicht.
Zwei Kraniche fliegen noch trompetend vorüber, die Sterne funkeln. Lange liege ich noch wach genieße die laue Sommernacht.
die nächste Etappe Richtung Norden
Montag, September 05, 2005
4. Etappe: Dänisch Nienhof – Kiel (SH) (5. September 05)
Strecke: Dänisch Nienhof – Bülker Leuchtturm – Strande – Schilksee – Falckenstein – Friedrichsort – Altenholz-Stift – Hochbrücke Nord-Ostsee-Kanal – Wik – Kiel Hbf
Entfernung: ca. 27 km
Bisher insgesamt gelaufen: 110 km
Noch zu laufen: ca. 1.900 km
Begleiter: streckenweise mein Bruder Simon und meine Nichte Lola (außerdem Gerhard Schröder und Angela Merkel auf ihren Wahlkampfplakaten)
die nächste Etappe in Richtung Norden
Diese Nacht haben Simon und ich im Freien auf der Steilküste bei Dänisch Nienhof verbracht und beide nicht wirklich gut geschlafen. Das hat immerhin den Vorteil, dass wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang über der Ostsee wach sind. Auch heute wieder wird uns die Sonne den ganzen Tag begleiten. Aber noch ist es feucht und kühl, und deshalb machen wir uns bald auf den Weg und halten Frühstück auf einer Bank mit Top-Aussicht aufs Meer. Von ferne schieben sich, wie Hochhäuser im Wasser, ganz allmählich die großen Fähren aus Oslo und Göteborg in unserer Richtung näher, bis sie in die Kieler Förde abschwenken und plötzlich lang und schnell zu werden scheinen.
Nach einem erfrischenden Bad umrunden wir den Leuchtturm Bülk und folgen dann den Fähren in die Kieler Förde. Die Uferlandschaft ist von nun an leider viel verbauter und Massen erholungssuchender Kieler kommen uns entgegen. Nach einem 2. Frühstück in Strande rufen Simon leider familiäre Pflichten nach Hause, mit dem Bus fährt er nach Kiel.
In den Yachthäfen Strande und Schilksee dümpeln die Segelboote lustlos vor sich hin: Es ist fast windstill und dementsprechend regelrecht heiß! Nach Schilksee verlasse ich den Wanderweg E1 und gehe weiter am Ufer entlang bis zum Strand Falckenstein. Der hat sich inzwischen stark gefüllt, aber niemand ist im Wasser. „Memmen“ denke ich und will baden gehen, muss aber feststellen, dass das Wasser voll ist mit Quallen, jede dritte noch dazu eine fiese Feuerqualle! Da vergeht auch mir die Lust und ich begnüge mich mit einem ausgedehnten Picknick am Strand.
Quallen satt!
Auf der Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal
Nach der Durchquerung von Wik stoße ich wieder auf die Förde, biege aber gleich ab zum Biergarten Forstbaumschule, wo ich Simon – mit Lola – wieder treffe. Mein Kaffeedurst und das Bedürfnis nach einer Pause sind beträchtlich! Gemeinsam schauen wir noch kurz bei Sanne im Atelier in der Muthesius-Schule vorbei, und ich lerne ihre faszinierenden Arbeiten für das Diplom kennen. Auf den letzten Kilometern des Tages bis zum Bahnhof Kiel durch die Stadt begleiten Simon und Lola mich. Kurz nach fünf fahre ich mit dem Zug ab und sehe die beiden winkend immer kleiner werden.
Leider konnten Angie erst eine Woche später als ich nach Kiel kommen -
aber wandert sie eigentlich gerne?!
Sonntag, September 04, 2005
3. Etappe: Eckernförde – Dänisch Nienhof (SH) (4. September 05)

Strecke: Bahnhof Eckernförde – Aschau – Noer - Jellenbek – Surendorf – Dänisch Nienhof
Entfernung: ca. 26 km
Bisher insgesamt gelaufen: 83 km
Noch zu laufen: ca. 1920 km
Begleiter: mein Bruder Simon
Diese Etappe beginnt mit einer typisch Steinmetz’schen Meisterleistung: 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges nach Eckernförde kommen Simon und ich am Kieler Bahnhof an und denken uns, die Zeit reicht locker noch für die Besichtigung der neuen Brücke im Kieler Hafen und Simons Schwimmstrecke vom Kiel-Triathlon. Leider verkalkulieren wir uns um eine Minute und sehen den Zug nur noch aus dem Bahnhof fahren!
Mittwoch, August 31, 2005
Grundlegendes
Das sind vorsichtig geschätzt etwa 2.000 km. Weitere Details zur Streckenführung.Wie ich zu diesem verhängnisvollen Entschluss kam und was ich mir so dabei denke, steht hier.
Warum das alles auch noch veröffentlicht werden muss, erkläre ich hier.
Die Idee
- Ich möchte versuchen, Deutschland auf einer Nord-Süd-Linie zu durchqueren: Flensburg - Zugspitze (oder so).
- Ich will die Etappen durcheinander laufen, wie es sich gerade ergibt. Wie in einem Puzzle, wo man die Einzelteile auch in einer mehr oder weniger willkürlichen Reihenfolge zusammenfügt, soll schließlich doch ein großes Ganzes herauskommen.
- Einzige Ausnahme: Die allersüdlichste Etappe in den Alpen soll die letzte sein, die alles abschließt.
- Bei allen anderen Einzeletappen soll auch die Richtung egal sein.
- Möglichst oft möchte ich mit Begleitung laufen, von möglichst vielen verschiedenen Bekannten.
- Für die Strecke erschien es mir deshalb günstig, sie so zu legen, dass sie bei möglichst vielen Bekannten vorbei führt. Daraus ergab sich der vorläufigen Streckenplan vom Sommer 2005.
- Nur die grobe Strecke soll zu Beginn fest stehen, Verlauf und Länge der einzelnen Etappen sollen kurzfristig festgelegt werden.
- Ich will offen für Vorschläge der Mitwanderer sein und hoffe, dass ihre Ortskenntnis den Streckenverlauf bereichert.
- Die Strecke muss nicht unbedingt hundertprozentig durchgehend sein: Einige Kilometer Toleranz sollen drin sein, wenn dadurch z.B. auf eine öde Stadtdurchquerung verzichtet werden kann.
Die Strecke
A - Schleswig-Holstein:Flensburg - Schleswig - Eckernförde - Kiel - Plön - Eutin - Lübeck - Mölln - Lauenburg
B - Niedersächsisches Flachland:
Elbaue - Lüneburg - Undeloh - Lüneburger Heide - Soltau - Celle - Bissendorf - Poggenhagen - Steinhuder Meer - Loccum
C - Niedersächsisches Bergland:
Schaumburger Wald - Wesergebirge - Süntel - Ith - Vogler - Solling - Nörten - Göttingen - Friedland
D - Thüringen:
Hanstein - Allendorf - Lengenfeld unterm Stein - Volkenroda - Mühlhausen - Hainich - Eisenach - Wartburg - Rennsteig - Sonneberg
E - Franken / Oberpfalz:
Coburg - Lichtenfels - Fränkische Schweiz - Hersbrucker Alb - Donaudurchbruch
F - Oberbayern:
Weltenburg - Hallertau - Freising - München - Osterseen - Garmisch -
Wettersteingebirge
Gesamtstrecke: knapp 2.000 km
Fernwanderwege
Von Flensburg bis auf die Höhe von Hannover folgt der Verlauf mehr oder weniger dem Fernwanderweg E1.
Ab meinem Heimatort Loccum bis Volkenroda in der Nähe von Mühlhausen streift er immer wieder den Pilgerweg zwischen diesen beiden Klöstern.
Im Thüringer Wald könnte man den Rennsteig entlang wandern.
In Franken und der Oberpfalz bietet sich der Main-Donau-Weg zur Orientierung an.
Für die restlichen Streckenabschnitte habe ich keine Fernwanderwege ausfindig gemacht.
Dienstag, August 30, 2005
Warum dieser Blog?
Vorweg gebe ich zwei Dinge zu:
- Natürlich bin ich stolz auf jeden erwanderten Kilometer und verstecke das auch nicht.
- Und es scheint in zu sein, irgendetwas im Netz zu veröffentlichen, und ich wollte dieses neue Medium auch mal ausprobieren.
Aber wichtiger ist, dass ich ja auf dieser Strecke nicht alleine wandern möchte. Die Adressaten dieser Seiten sind deshalb
- meine Mitwanderer, für die meine Etappenberichte hoffentlich eine nette Erinnerung sind; außerdem können sie die Etappen, auf denen sie mitgewandert sind, auf dieser webseite in den Gesamtrahmen einordnen;
- und meine potenziellen Mitwanderer können hier sehen, welche Abschnitte ich schon gelaufen bin und welche Etappen noch in Frage kommen.
Sonntag, August 14, 2005
2. Etappe: Celle - Bissendorf (Nds.) (14.August 05)
Entfernung: 30 km
bisher gelaufen: 58 km
noch zu laufen: ca. 1.940 km
ohne Begleitung
Der bleibende Eindruck dieser Etappe sind schnurgerade, einsame Wege durch Nadelwald im strömenden Regen. Kein Wunder, dass sich heute kein Mitwanderer finden ließ - in 6 Stunden Wanderung sind mir heute auch höchstens 6 Menschen zu Fuß begegnet! Während der ersten 20 km keinerlei Regenpause. Auf ein derartig schlechtes Wetter bin ich gar nicht eingestellt - die Jeans (!) ist ruckzuck durchweicht und hat bis zum Abend die Innenseiten der Oberschenkel ordentlich wund gescheuert. Wegen des Wetters gibt es von der Etappe kein Foto.
Einer der schönsten Abschnitte ist gleich ganz zu Beginn ein Weg, der sich kurz hinter Celle am Steilufer oberhalb der Aller entlang schlängelt. Merkwürdig, wieso der E1 solche Schönheiten auslässt - sind 1 km Umweg dafür zu viel?
Im alten Ortskern von Hambühren stehen schöne alte Heidehäuser und die letzte erhaltene Wanderdüne. Das Gut Rixförde träumt ein wenig seinen goldenen Zeiten nach, die aber wohl schon einige Jahrzehnte zurück liegen. Nach 4 Stunden Dauerregen freue ich mich in Fuhrberg auf das gemütliche kleine Wiener Fein-Café, in dem ich mal mit Markus und Jule war. Welche Enttäuschung, als ich es geschlossen vorfinde. Zum Glück gibt es im Ort noch ein anderes.
In der Fuhrberger Kirche herrliche Ruhe.
Von Fuhrberg aus will ich eigentlich weiter dem Verlauf des E1 folgen, entd
ecke dann aber, dass südlich der Ortschaft neue Windräder aufgestellt werden, Enercon E70. Die haben einen fast doppelt so großen Rotordurchmesser wie die Anlagen, die bereits hier stehen. So ein uneinheitliches Bild! Ich verstehe nicht, wieso deutsche Behörden nicht darauf bestehen, aus ästhetischen Gründen in einem Windpark grundsätzlich identische Windräder zu verlangen oder zumindest mit einheitlichen Dimensionen.An der Hengstbeeke beobachte ich minutenlang das Strömen der Entengrütze auf dem Wasser - ein kleiner Glücksmoment.
























